Blood Rain

Das Grabmal des Herolds

Als ich wieder zu Bewusstsein kam und meine Augen öffnete, blickte ich in das grausame Gesicht eines Bloodless der sich über mich neigte. Es dauerte einen Moment, bis sich mein Blick fokussierte und ich das zerfurchte Gesicht Agnes erkannte. Noch am Boden liegend blickte ich mich nach meinen restlichen Begleitern um, alle noch da, alle noch am Leben. Der Kampfplatz war übersät mit den Leichnamen der Kadavermenschen und Bloodless. Die Reste der Blutgeister waren nur noch als rote klebrige Pfützen in der sonst makellosen weißen Schneedecke zu erkennen.

Frozen.jpgDen Passionen sei es gedankt, dass Mmaw und Campleton in dieser Nacht auf unser Lager gestoßen sind, den schwer verletzten Leroxx im Schlepptau. Mmaw wies uns an sofort das Feuer zu löschen, da die Untoten von der Wärme angezogen werden. Ihren Erzählungen nach kamen sie direkt aus Crystal Rocks, was eigentlich auch unser Ziel war, um nach den 80 vermissten Seelen zu suchen. Unsere schlimmsten Befürchtungen wurden von Mmaw bestätigt, Crystal Rocks ist von Massen Untoter überrannt worden und die meisten der Vermissten wurden selbst zu Frozen, nun auf der Suche nach lebendiger Nahrung. Einzig der Questor des Garlenschreins konnte ein kleines Sanktuarium einrichten, in dem eine Hand voll älterer Bewohner zeitweise Schutz vor den Untoten fand. Da die meisten von ihnen nicht mobil waren, gab es bei dem tiefen Schnee und den eisigen Temperaturen jedoch keine Chance zur Flucht für sie. Leroxx erlitt starke Erfrierungen, der linke Arm des mächtigen Obsidianers war kaum noch als solcher zu erkennen, auch sein Bein und die Finger boten ein grausames Bild. Nach meiner Einschätzung würde er ohne die Möglichkeit sich aufzuwärmen den nächsten Tag nicht überleben.
Wir entschlossen uns sofort aufzubrechen und gemeinsam in Richtung Blutwald zu reisen, um dort Schutz vor der Kälte zu suchen. Leroxx war nicht der Einzige, der Gefahr lief ein Opfer der klirrenden Kälte zu werden. Trotz unserer Reisevorkehrungen und dicker Kleidung bekamen Agnes und ich selbst zunehmend Probleme, das Marschtempo der anderen mitzuhalten. Trombol führte unseren Weg durch den mittlerweile Hüfthohen Schnee. Unbeeindruckt zog der riesige Kundschafter seine Schneise, gefolgt von Harvold mit Fling auf seiner Schulter. Vor Anstrengung verschwamm mein Blick einen kurzen Moment und als ich wieder zu mir kam waren meine Vordermänner plötzlich verschwunden. Erschrocken blieb ich stehen und schaute mich um, durch den Boden vor mir zog sich eine ungefähr zwei Meter breite und fünf Meter tiefe Spalte. Trombol und Harvold, auf Grund ihrer Größe anscheinend unbeeindruckt von der Tiefe waren bereits hinuntergesprungen und nutzen den Wind- und Sichtgeschützten Bereich um endlich ein Lager aufzubauen und ein dringend benötigtes Feuer zu machen. Fling und Agnes kümmerten sich so gut wie möglich um die Verwundeten. Ich legte mich nah an das Feuer und schloss meine Augen, Smolia erfüllte mich mit Wärme und endlich kam der Schlaf über mich.

Unter zur Hilfenahme von Tarlons Karte klärte Trombol uns darüber auf, dass die Spalte in der wir uns befanden wohl schon seit Ewigkeiten existierte und ihr weiterer Verlauf ziemlich genau in unsere Richtung führt. Also folgten wir dem Weg, der bald breiter wurde und mittlerweile gut zehn Meter unterhalb des Schneechaos lag. Nach einigen Stunden Weg schloss sich eine Felsdecke über uns und wir betraten eine geräumige Höhle natürlichen Ursprungs. Doch abgesehen von Spuren kleinerer Lebewesen gab es dort nichts weiter. Wir machten eine kurze Rast um etwas zu Essen und brachen wieder auf. Das andere Ende der Höhle endete in einen kleinen Talkessel und wir beschlossen den spärlichen Bewuchs zu nutzen, um unseren kleinen Vorrat an Feuerholz aufzustocken. Beiläufig in einer fast nebensächlich erscheinenden Bewegung, zogen Trombol und Harvold plötzlich ihre Waffen und schlugen auf einen etwa trollgroßen Schneehaufen ein. Nun fing das Gebilde an sich zu bewegen und ein Widersacher besonders klebriger Natur kam zum Vorschein. Die Kreatur sonderte eine klebende gallertartige Flüssigkeit ab, die dafür Sorge, dass Dinge die sie berührt sofort an ihr haften bleiben. Dann kamen große handähnliche Fänge aus dem Körper der Kreatur und versuchten das Opfer der Wahl zu zerquetschen. In diesem Fall war dies Trombol, der bei dem Versuch Cosmateks Purifier aus dem Körper des Bapsacks herauszuziehen, selbst auf der Kreatur landete. globberog.gifEs ist hier anzumerken, dass die Vielzahl an Dingen, welche die Kreatur auf ihrem Körper anhäuft eine teilweise exzellente und sehr wertvolle Rüstung bilden. So fanden sich diverse Münzen, Waffen, Rüstungsteile und Skelette von Namensgebern auf dem Körper der Kreatur. „King“ Flings Pfeile fanden gnadenlos jede kleinste Lücke und schlugen mit voller Wucht in das Innere der Kreatur ein. Trotzdem dauerte es eine gefühlte Ewigkeit, bis die Rüstung endgültig nachgab und Harvold dem Bapsack mit einem wuchtigen Hieb Blutkreisels endgültig den Gar ausmachte. Etwas angewidert aber zu neugierig um es nicht zu tun, zogen wir den Leichnam der Kreatur zurück in die Höhle und fingen an es genauer zu untersuchen. Kurze Zeit nach dem Tod der Kreatur, verlor auch die klebrige Substanz ihre Haftwirkung und es war ein Leichtes, den Panzer der Kreatur zu zerlegen.

Trombol folgte den Spuren des Wesens und führte uns zu einem unterirdischen Höhleneingang. Wir kletterten den Schacht hinunter und folgten einem langen Gang, der vor einem massiven doppelflügeligen Tor endete, das einen Spalt geöffnet war. Jeder von uns wusste um was es sich handelte und die Anspannung wuchs bei allen merklich. Fling und Agnes konzentrierten sich auch die Untersuchung des Astralraums, Trombol suchte nach mechanischen Fallen und ich suchte den Torbogen nach Hinweisen und Runen ab, leider ohne Erfolg. Alle Runen waren fein säuberlich entfernt worden um das Kaer zu anonymisieren, der Astralraum war befleckt und die Fallen, die das mächtige Tor und den Eingang zum Kaer schützen waren ausgelöst und nicht mehr funktionstüchtig. Allein die Aussicht auf einen warmen Lagerplatz und die Möglichkeit Leroxx eine Überlebenschance zu geben, trieb uns dazu an das Kaer zu betreten. Mit äußerster Vorsicht durchschritten wir das Tor und folgten dem gerade verlaufenden Gang, der in eine riesige Eingangshalle mündete. Trombol und Fling, die lautlos die Vorhut bildeten, gaben ein Warnsignal und jegliche Bewegung erstarb. In der riesigen Halle, etwa 30 Meter entfernt befand sich ein weiteres der klebenden Kreaturen, nur hatte dieses etwa die Größe eines Hauses und sein Körper war überseht von den Leichen und Überresten vergangener Opfer. Es war eindeutig zu groß um die Halle verlassen zu können und während wir überlegten, wie wir am besten gegen diesen einzigartigen Gegner kämpfen könnten, wurde Trombol von seiner angeborenen Neugier, oder sollte ich sagen Goldgier überwältigt. Er schlich sich alleine in die Höhle hinein, um einen besseren Blick auf den Panzer der Kreatur zu bekommen. Und zu unserem Glück, erkannte er tatsächlich etwas Nützliches. Die große Kreatur war bereits tot, vermutlich verhungert durch die Unfähigkeit das Kaer zu verlassen. Im Inneren des Panzers, bedienten sich jedoch mehrere kleine Versionen der Bapsäcke an dem Panzer des Monsters um ihre eigene Panzerung zu verstärken. Auf seinem Weg zurück zu uns, um uns davon in Kenntnis zu setzen, löste Trombol leider eine Signalfalle aus. Ein gleißender Lichtblitz schoss durch die enorme Halle, alarmierte jegliches Lebewesen in der Nähe und blendete Trombol, so dass dieser blind im vorderen Drittel des Raums stehenblieb um sich neu zu orientieren. Ohne nachzudenken stürmte ich mit erhobener Fackel in den Raum und zog meine Waffe. Smolia verließ die Astralebene und manifestierte sich neben mir um dem ersten der drei Monster entgegen zu treten. Harvold stürmte auf die zweite Kreatur zu und seine Schläge zerfetzen den Panzer der Kreatur in kurzer Zeit. Doch es war „King“ Fling mit seinem Bogen Miriell, der die Aufmerksamkeit der Feinde auf sich zog. Nach zwei verheerenden Treffern der grün leuchtenden Pfeile, warf eine der Kreaturen die klebende Flüssigkeit auf Fling und pinnte diesen bewegungsunfähig an die Wand. Ähnlich ging es Mmaw, der kurzerhand von der Kreatur am Boden festgeklebt wurde, gerade nachdem er Harvold geholfen hatte, Blutkreisel wieder aus dem toten Körper der ersten Kreatur zu ziehen. Zusammen mit meinem Vertrauten, Feuer war in uns und um uns herum, die Feuerspeere Smolias gepaart mit den Hieben meiner brennenden Waffe vernichteten den Bapsack in beeindruckender Manier. Noch immer erfüllt vom inneren Feuer und dem Durst nach Rache Smolias, durchquerte ich den Raum und tötete mit einem einzigen Schlag den letzten der drei Widersacher, der vom Zweikampf mit Harvold Steinherz zu sehr abgelenkt war, um sein Ende kommen zu sehen.

Erschöpft und verwundet vom Kampf, schlugen wir in der großen Halle unser Lager auf. In der Mitte des Raumes befand sich der uralte Brunnen des Kaers, gefüllt mit klarem, elementaren Wassers. Das erste Mal seit Tagen, spürten wir am Feuer wieder etwas Wärme zurück in unseren Gliedmaßen. Die zwei direkt anliegenden Räume an die große Halle, erwiesen sich als Paradies für unseren Troubadour Mmaw. Bücher, Bücher und noch mehr Bücher, anscheinend der Arbeitsraum des Chronisten des Kaers. Behangen mit wahrhaft beeindruckenden Wandteppichen, die eine Zusammenfassung der Geschichte der Elfen gaben und zwar von dem Zeitalter weit vor der ersten Plage, bis zur Krönung von Königin Alachia des Wyrmwalds… Erst bei der Betrachtung dieser Bilder wurde mir bewusst, wie alt dieses Kaer in Wirklichkeit sein musste.
Der zweite Raum wurde komplett zerstört und verwüstet, als ob jemand versucht hatte, jegliche Hinweise zu zerstören, die auf die Ursprünge des Kaers schließen lassen könnten. In mühsamer Arbeit gelang es uns aber, mit den umliegenden Metallplatten einige der großen Wandreliefs und Ölgemälde wieder kenntlich zu machen und was wir darauf sahen, ließ uns alle in Schock erstarren. Die Festung „The Fallen“ und zwar die komplette Festung in all Ihrer ursprünglichen Pracht. Auf der einen Seite der Festung auf einem hohen Thron eine göttliche Gestalt, so wie wir Namensgeber uns nur die Passionen vorstellen können. Auf der anderen Seite der Festung, ein Herold in der Person eines Elfen in einem magischen Ritual, in der Hand ein Schwert und ein Stab mit einem Orb an der Spitze, auf seinen Schultern ein wallender Mantel. Von der Magie erfüllt, verlässt die Festung den Untergrund und schwebt über dem Bergfried. Leider fehlten dann einige nicht wieder herstellbare Reliefs. Auf dem nächsten erkennbaren Bild ist die Hälfte der Festung verschwunden und die göttliche Erscheinung mit ihr, die zweite Hälfte stürzt zu Boden und schlägt tief im Bergfried ein, so wie wir „The Fallen“ heute kennen. Ein weiteres Mosaik… der Herold zieht zusammen mit seinem Gefolge in ein Kaer, in seinen Händen trägt er Stab, Schwert und Umhang. Dann eine zweite Reihe von Fresken von anderer Machart: Eindringlinge stürmen das Kaer des Herolds, sperren ihn darin ein und entfliehen mit den drei Gegenständen. Es musste sich um das Mondschwert, den Blutorb und den Umhang handeln, von dem Starrimm berichtet hatte. Aber es blieben so viele Fragen offen, wer war der Herrscher von „The Fallen“ und was ist mit ihm und seinem Teil der Festung passiert? Wurde er von seinem eigenen Herold verraten und verbannt? Wollte er sich mit der Festung, ähnlich wie Parlainth in eine andere Ebene retten, um der Plage zu entgehen und es ging etwas schief? Was ist der Nutzen von Schwert, Stab und Umhang, sind sie ein Fluch oder ein Segen? Wer waren die Eindringlinge, die anscheinend gezielt mit dem Auftrag herkamen, die Gegenstände an sich zu nehmen und den Herold einzusperren? Hunderte Fragen in meinem Kopf, aber keine Antworten.
Eins war nun klar, wir befanden und im Kaer der Überlebenden von „The Fallen“, dass zeitgleich auch das Gefängnis des Herolds zu sein schien. Noch wachsamer durch die neuesten Erkenntnisse setzten wir unseren Weg tiefer ins Kaer fort und stießen auf eine Gabelung von drei Wegen. Das einstige Rätsel, dass es hier einmal zu lösen galt, um den Weg zu der tiefergelegenen Ebene des Kaers zu öffnen war bereits erfolgreich absolviert. So mussten wir nur noch eine der beiden mechanischen Fallen im Mittelgang entschärfen, um den Abstieg in die untere Ebene zu erreichen. Der lange Gang dem wir folgten, führte in eine Halle die in ihrem Ausmaß fast der Eingangshalle gleichkam. Angezogen von dem massiven vier Meter breiten und sechs Meter langen Steinsarkophag in der Mitte des Raums, liefen wir wie hypnotisiert darauf zu. Zu spät stellten wir fest, dass wir uns nicht alleine in dem Raum befanden. Zwei Untote, halb in der realen Wirklichkeit ihrer toten Körper und halb als Geister zu erkennen, befanden sich an der Wand hinter uns und griffen uns an. Es war ein kurzes und heftiges Gefecht, doch letztendlich schenkten wir den beiden Iopischen Grabräubern ihren ewigen Frieden. Einer von Ihnen trug ein in Menschenschrift verfasstes Abenteurerlog mit sich. Ihre Gruppe stammte aus Iopos und nannte sich „Iopos Starke Arm“. Halfspirit.jpgAgnes klärte uns später darüber auf, dass diese Art von Halbgeistern sehr ungewöhnlich und äußerst selten sei. Die Betroffenen erreichen diesen Zustand anscheinend nur, wenn der Tod so schnell eintritt, dass der Körper zwar stirbt aber der Geist es nicht realisiert. Auf dem Deckel des Sarkophags war über die gesamte Fläche ein beeindruckendes Relief zu sehen. Es zeigte einen Drachen mit seinem Elfischen Reiter, den wir schon von dem Wandfresko im oberen Stockwerk kannten. Wir hatten das Grabmal des Herolds gefunden.

Wir machten ein kurzes Lager und frischten unsere Reserven und magischen Energien auf. Dann machten wir uns zuerst daran, alle drei Gänge zu erkunden die von dem großen Raum abgingen, um möglichen Feinden keine Chance auf einen Hinterhalt zu bieten. Der erste Bereich entpuppte sich als Wohnbereich des Kaers. Die Fallgitter zu diesem Teil waren zerstört. Angeschlossen waren einige größere Kammern zum Pflanzen von Nahrung. Der zweite Bereich ähnelte dem Ersten, nur waren hier Zeichen eines wahren Massakers zu erkennen obwohl die Fallgitter noch intakt waren. Blutreste, die bis auf die Höhe der Wände und Decken gespritzt waren bezeichneten die grausame Geschichte. Der dritte und letzte Bereich wurde ebenfalls von drei massiven Eisenfallgittern versperrt. Wir starteten unsere Bemühungen die Gatter zu öffnen aber ließen von unserem Vorhaben ab, als eine Welle von über 30 Bloodless auf der anderen Seite auftauchte und durch unsere Lebenszeichen in einen Blutrausch verfielen. Wir entfernten uns schleunigst von dem Durchgang und nach einigen Sekunden beruhigten sich auch die Anstrengungen der Untoten die Gatter zu durchbrechen.

Grabmahl_des_Herolds.jpg

Nun war nur noch der Sarkophag übrig. Wir riefen Mmaw herunter zu uns, da wir nicht wussten was auf uns zukam, und wir um die magische Wirkung seines Herzhaften Lachens wussten. Dann schoben wir den massiven Deckel zur Seite, es tat sich ein ungefähr vier Meter tiefer Abgrund auf, der in eine große Kammer führte. Ich befestigte ein Seil am Sargdeckel und kletterte mit einer Fackel in der Hand daran hinunter, Harvold folgte zeitgleich in dem er hinabsprang. Vom Boden wirbelte weißer Staub auf und um uns herum lagen hunderte von Skelett und Schädelteilen, die meisten davon zu Staub zermalen, als hätte sie etwas Massives zermalmt. Dann eine Bewegung, ein riesiger rot geschuppter Schwanz, ein wippender Flügel… und als sich der Staub um uns legte sahen wir ihn, der aus Rauch bestehende Drache stand direkt vor uns und seine roten Augen funkelten uns vor Zorn an. Auf elfisch fing er an zu sprechen und sagte: „Ich bin der Rote Tod, der Herold des Blutes! Eure Körper und eure Seelen gehören mir… Was?!? STURMKLINGENBLUT?! er ließ einen mächtigen Schrei los und Trommeln begannen um uns herum zu dröhnen, als wäre eine Horde Orkbrenner mitten im Ansturm auf uns Ihr werdet bezahlen für das was ihr mir angetan habt! Schädelschwämmer, töte Sie!“ Dann schoss die Gestalt des Drachen an uns vorbei, nein er schoss durch uns hindurch, die Öffnung hinauf und löste sich auf. Plötzlich öffneten sich Schleusen in der Grabkammer und Blut schoss aus allen vier Wänden hervor. Es dauerte nur einige Sekunden, bis bereits der halbe Raum komplett mit Blut ausgefüllt war. Durchsetzt mit grimmigen Schädeln, die eine grausame Intelligenz wiederspiegelten. Harvold und ich zögerten keine Sekunde und kletterten mit der Hilfe von Trombol und Mmaw wieder nach oben. Kaum angekommen, schossen schon die ersten Blutlanzen durch die Öffnung des Grabmals in Richtung Fling, verfehlten aber knapp ihr Ziel. Da das Blut zu schnell stieg, um eine wirkliche Chance zu haben dieser Falle gemeinsam zu entkommen, machten wir uns Kampfbereit. Wir würden niemanden zurücklassen. Smolia wirkte einen Feuerzauber auf unsere Waffen und machte diese effektiver gegen das Blutelementar, dass so mächtig war einen eigenen Namen zu tragen. Fling schoss einen Pfeil nach dem anderen auf die rote Masse aus Blut, Knochen und Schädeln und schien mit einige gute Treffer zu landen. Trombol und ich hatten weniger Glück, es schien als habe immer der Schädel den wir trafen nur zur Dekoration gedient. Das Elementar seinerseits war nun bis in unseren Raum vorgedrungen und attackierte uns mit Blutlanzen und Schlägen aus seiner Essenz. Blutverschmiert und schon vom Kampf mit den Halbgeistern verwundet, musste ich einen heftigen Treffer einstecken und verlor auf dem glitschigen Untergrund den Halt. Ich stürzte und sah gerade noch, wie sich eine Blutlanze durch die Mitte meines Körpers bohrte. Das Leben strömte aus mir heraus und mein Körper blieb regungslos liegen. Kurz vor meinem Tod sah ich jedoch Harvold Steinherz! Der imposante Troll, Sohn von Tarlon Eisengeier, aufgerichtet zu voller Größe. Mit wutentbranntem Gesicht und einem martialischen Kampfschrei, hob er seine gewaltige Axt und vollführte einen atemberaubenden Angriff. Es wirkte wie Blutwirbel dessen Ende darin bestand, dass er Blutkreisel bis zum Heft in die Essenz von Schädelschwämmer trieb. Dann wurde es schwarz um mich herum. Ich erwachte am nächsten Morgen, mein Körper übersät von den Wunden der letzten Tage. Aber ich war am Leben… die anderen berichteten mir davon, dass es „King“ Fling war, der mich aus dem Reich des Todes wiedergeholt hatte, genau wie es ihm schon einmal mit Mmaw gelungen war. Es sollte mich bei einem Kind von Garlenquestoren ja eigentlich nicht verwundern, aber der kleine Windling steckt wirklich voller Überraschungen! Die Erscheinung des Roten Todes, war wohl eine Art Astraler Imprint gewesen, der auf dem Ort gelegen hatte, da dieses Wesen dort so lange Zeit verbracht hatte, doch immerhin hatte diese Projektion für kurze Zeit ein eigenes Bewusstsein erlangt, uns als diejenigen erkannt die wir sind und dann noch genug Macht besessen, Schädelschwämmer zu beschwören um uns endgültig den Gar aus zu machen… Ein Gefühl tief in mir drin sagte mir nach diesem Erlebnis, das der wahre Rote Tod nun auch von unserer Existenz wusste und es würde nicht lange dauern, bis sich die Wege der Erben der Sturmklingen und des Herolds des Blutes wieder kreuzen würden.

Tagebuch

  • Legendenpunkt Wert: 600 LP (eingelöst)
  • Silber Wert: 600 Silber (eingelöst)

Von Dogan „Feuerblut“ aus dem Hause Yil, Sohn von Vaddar „Einauge“

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Raiser

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