Blood Rain

Interlude fünf
Kaer Eidolon

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Die Ankunft

Die Ankuft der Stormthorn in Kaer Eidolon sorgt natürlich für Aufregung. Besonders nachdem klar ist, dass auch Blutelfen an Bord sind. Die Legenden die Mmaw Alused über die Stormthorn und den Fall von Calabrias berichten kann, tun Ihr Übriges.

Während Euch zunächst keine weitern Nachrichten aus dem Blutwald oder vom Lake Vors erreichen, wisst Ihr doch, das Eile geboten ist. So verbringt Ihr die nächste Zeit intensiv mit Ausbildung und gönnt Euren geschundenen Körpern wenig Ruhe.

Der Tiroler ist schon vor Euch hier angekommen und hat die Filiale der Overland Trading Cooperation verstärkt. Er übergibt Euch auch 400 Silberstücke pro Person für die Adventurers Logs, die er in der großen Biliothek in Throal eingereicht hat, so dass Ihr wenigstens die Basisunkosten Eures Aufenthalts begleichen könnt.

Starrimm ruft Euch eines Abends alle im Singenden Anker zusammen. Die Kneipe wurde schon von dem (dornenlosen) Elfen Loran geführt, als die Sturmklingen hier einkehrten.

Er möchte mit Euch einige wichtige Dinge Besprechen:

  • Ihr braucht etwa zwei Wochen um Euch zu erholen und Eure Basisfähigkeiten zu verbessern. Die gleiche Zeit wird auch zur Überholung der Stormthorn und dem Anheuern einer Mannschaft gebraucht. Allerdings wären drei Wochen für fast jeden besser und es gilt abzuwägen zwischen schnellstmöglicher Bereitschaft und Maximierung Eure aller Potentiale, die mit Sicherheit zeitnah benötigt werden. Denn als Adepten des 5ten Kreises seit Ihr ein Machtfaktor in Kaer Eidolon und Umgebung, der nicht zu unterschätzen ist.
  • Starrimm übernimmt das Kommando der Stormthorn. So wie es aussieht glaubt er nicht, dass einer von Euch Anspruch erhebt und/oder die Fähigkeiten hat das Luftschiff zu befehligen. Gibt es Einwände?
  • Starrimm ist bereit sein Luftschiff in Eure Dienste zu stellen, falls Ihr das möchtet. Zu dem Zweck müssen allerdings ein paar Entscheidungen getroffen werden. Damit die Stormthorn voll einsatzfähig ist, müsst Ihr 30 Mann anheuern. Zur Not kann man auch eine Rumpfbesatzung von 15 Mann verwenden. Jeder Mann kostet 5 Silber pro Tag; jeder Adept kostet 10 Silber pro Tag.
    30 Mann: Volle Einsatzbereitschaft; Crewrating abhängig von Anzahl Adepten; 16h Flug pro Tag möglich. Kosten ca. 4500 Silber pro Monat.
    15 Mann: Anfällige Crew und geringes Crewrating wenn es zu einem Luftkampf kommt; 8h Flug pro Tag möglich. Kosten ca. 2250 Silber pro Monat
    Die Kriegskasse von Starrimm beläuft sich auf 10.000 Silber, abzüglich Liegekosten in Kaer Eidolon und dem was er Euch leiht. Damit kann er die Stormthorn ca. 2 Monate betriebsbereit halten, wenn es zu keinen größeren Schäden kommt.
  • Der Umhang der Nacht befindet sich aktuell in Starrimm Besitz. Was soll damit geschehen? Er weiß, das der Umhang eng mit der Geschichte der Sturmklingen und an Eure Legende verkünft ist. Wenn er in seinem Besitz bleiben soll, wird er sich dranweben. Wenn Ihr Anspruch erhebt, würde er Ihn Euch aber auch überlassen. Valisilwen könnte einige der Key-knowledges beisteuern.

Nach einigen Wochen

to be continued


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Battel for Bloodwood - Part 3

Wir nähern uns dem Luftschiff der Sturmklingen, der Stormthorn. Gewarnt durch den Blutelfen den wir einige Zeit vorher leblos gefunden hatten näherten wir uns vorsichtig.

Agnes hatte uns gewarnt, dass er von einem Blutminotaue getötet worden war. Wir rechneten mit einem Hinterhalt, fächerten deswegen auf und näherten uns dem Luftschiff auf breiter Front.
Auf der Storthorn tauchen 2 Blutminotauren auf, Trolle die das Ritual der Dornen über sich ergehen ließen. Im Nachhinein erfuhr ich, dass einer mit einem Blutsiegel des Hauses Denairastas gezeichnet wurde. Keine Ahnung welche Fraktion innerhalb des Hauses.

“King” Fling eröffnet den Kampf mit einem Schuss auf weite Entfernung, und verwundet den einen Blutminotauer. Dann geht alles recht schnell, es taucht ein Changeling auf verletzt den Warden Isdra schwer und wird seinerseits mit einigen gut gezielten Schüssen von King Fling in das Totenreich der Changelinge geschickt.

Aus den Schatten taucht ein weiterer Blutminotauer auf und attackiert Agnes. Er trägt eine Rüstung aus Obsidianer Haut. Ich greife ihn an, er kontert und ich sterbe.
Wir haben den Kampf um die Stormthorn wohl gewonnen, ich verdanke mein Leben Agnes der Knochenhexe. Mit einem Zauber geleitete sie mich aus den finsteren Tiefen des Todes und weg von der Death Sea.

Als ich wieder zu mir komme stelle ich fest, dass dieser Bastard von einem Blutminotauer ein Stück Haut aus meinem Brustkorb herausgeschnitten hat. Ich werde ihn Finden, Ihn töten, seine Knochen zermahlen und sein Fleisch verbrennen. Das nichts mehr an ihn erinnert.

Wir bringen die Stormthorn zum fliegen und steuern nur mit einer kleinen Rumpfmannschaft mehr schlecht als recht aus dem Blutwald. Lady Sirendel, Mistress oft he Rose, und Ihre Greifenreiter geleiten uns aus dem Blutwald. Wir fliegen Richtung Süden und diskutieren in welche Richtung wir wohl Fliegen sollen: nach Vors oder Kaer Eidolon. Da wir das Luftschiff bemannen müssen entscheiden wir uns Richtung Kaer Eidolon zu fliegen.

Bis wir dort angekommen sind die meisten unserer Wunden verheilt.

Erzählt von Trombol Golgol Ketamsoc und niedergeschrieben von Mmaw Alused Troubadour der Stormthorn

Tagebuch

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Battel for Bloodwood - Part 2

Calabria:

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Battel for Bloodwood - Part 1

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Interlud vier
Urlaub im Blutwald

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Sechs Wochen lang regeneriert Ihr Euch von der Kälte des vereisten Barsaives in der Wärme des Blutwaldes. Allerdings ist die Erholung nur begrenzt, da der Blutwald selber sich von Eurer Lebenskraft zu ernähren scheint. Auch wenn Ihr Euch anfangs noch dagegen behaupten könnt, wird alles zunehmend ein bisschen anstrengender und dauert ein bisschen länger. [-1ne Erholungsprobe pro Tag].

Nachdem das anfängliche Misstrauen der anderen Blutritter Euch gegenüber zurückgegangen ist, könnt Ihr Euch recht frei bewegen. Die Befestigung Carronasto ist im Elfenstiel gehalten, liegt direkt am Fluss und umfasst nur wenige Bäume. Allerdings erstreckt sie sich vom Boden und der Anlegestelle über mehre Ebenen nach Oben bis in die höchsten Baumwipfel.

Die Kleine Festung der Blutritter vermittelt allerdings ein sehr einsames gefühlt. Auch wenn hier mehr als 100 Blutritter leben und trainieren könnten, sind kaum mehr als ein Dutzend gleichzeitig anwesend. Die Schmiede ist zum Beispiel mit drei großen Essen ausgerüstet, aber es gibt nur einen Schmied ohne Gesellen. Im Trainingsbereich könnte man Schlachten Nachstellen, aber selten sind hier mehr als 4 Blutelfen zu finden. Wenn Mmaw Alused abends Geschichten vorliest, versammeln sich meist alle im Gemeinschaftsraum und mit Euch zusammen ist es der einzige Zeitpunkt, wo man sich nicht alleine fühlt.

Ihr sollt keine Ausflüge in den Blutwald unternehmen. Aber natürlich fällt Euch irgendwann die Decke auf den Kopf und Ihr tut es trotzdem. Allerdings lernt Ihr schnell, dass dies keine gute Idee ist, da der Wald selber und alle Tiere und Pflanzen Euch feindlich gesinnt zu sein scheinen. Auch die Wardens kommen Euch fast auf die Spur. Ihr könnt zwar Nachrichten nach Vors abschicken, aber auf eine Antwort wartet Ihr vergeblich.

Als der Arm von Har’vold Steinherz vom Moot der Ironmonger fertiggestellt ist, habt Ihr alle genug vom Müßiggang und wollt endlich wieder raus in die Welt.

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In den Blutwald

Wir lagerten einen weiteren Tag in der Eingangshalle des Kaers um unsere Verletzungen soweit zu kurieren, den Restmarsch in Richtung Blutwald durchzuhalten. Die Zeit lief gegen uns und wir brauchten um dieser ganzen Situation Herr zu werden vor allem eins, mehr Informationen. Nach kurzem Beraten waren wir uns darüber einig, unsere neu gewonnenen Informationen und den Standort diesen Kaers mit den Blutrittern aus dem Orden der Eisengeier zu teilen. Zu viele offene Fragen, wo war der Herold des Blutes jetzt? Und wenn der Drache der Herold ist, wer bei den Passionen ist dann der elfische Reiter, der auf den Fresken und dem Sargdeckel zu sehen war. Wir hofften darauf, dass die Blutelfen uns als Gegenleistung zu unseren Informationen und einigen wahrhaft prachtvollen Gastgeschenken weiterhelfen könnten, nicht nur in unserem, sondern auch ihrem eigenen Interesse. Bevor wir aus dem Kaer aufbrachen, markierte ich sowohl den Sarkophag, wie auch das Eingangstor mit den Symbolen der Plage.

Der Tagesmarsch zum Rande des Blutwaldes verlief ereignislos und mit Hilfe eines abgesprochenen Rituals zwischen Harvold und den Blutrittern aus dem Orden seines Vaters, wurden wir bald von einem Ordensmitglied aufgespürt und zum Lager des Ordens geführt.

Es sollte nicht unerwähnt bleiben, das ein Blutelfen Warden, ein Wächter der Grenze des Blutwaldes, tot auf unserem Weg lag. Er wurde offensichtlich ermordet.
Ich fürchte fast, dass war der Preis des Ordens für unseren geheimen Eintritt in den Blutwald. Unser Führer Hardin liess jedenfalls keine Regung erkennen als wir den toten passierten.
Mmaw Alused, Ork Troubadour aus Floranus Spurge

Zwar war hier jeder höflich zu uns und wir hatten die Möglichkeit unsere Geschichte und Informationen weiterzutragen, aber man sollte sich im Reich der Elfen keine Illusion darüber machen, dass wir unter permanenter Beobachtung standen und jeder kleine Fehltritt in unser Verderben führen könnte. Starrimm sorgte dafür, dass wir während unseres Aufenthalts die Möglichkeit bekommen unsere Fähigkeiten zu steigern und unserem Handwerk nach zu gehen. In vielen Situationen war ich dankbar dafür, die elfische Sprache zu sprechen und mir so ein wenig Respekt bei den Ordensrittern zu sichern.

Tagebuch

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Von Dogan „Feuerblut“ aus dem Hause Yil, Sohn von Vaddar „Einauge“

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Das Grabmal des Herolds

Als ich wieder zu Bewusstsein kam und meine Augen öffnete, blickte ich in das grausame Gesicht eines Bloodless der sich über mich neigte. Es dauerte einen Moment, bis sich mein Blick fokussierte und ich das zerfurchte Gesicht Agnes erkannte. Noch am Boden liegend blickte ich mich nach meinen restlichen Begleitern um, alle noch da, alle noch am Leben. Der Kampfplatz war übersät mit den Leichnamen der Kadavermenschen und Bloodless. Die Reste der Blutgeister waren nur noch als rote klebrige Pfützen in der sonst makellosen weißen Schneedecke zu erkennen.

Frozen.jpgDen Passionen sei es gedankt, dass Mmaw und Campleton in dieser Nacht auf unser Lager gestoßen sind, den schwer verletzten Leroxx im Schlepptau. Mmaw wies uns an sofort das Feuer zu löschen, da die Untoten von der Wärme angezogen werden. Ihren Erzählungen nach kamen sie direkt aus Crystal Rocks, was eigentlich auch unser Ziel war, um nach den 80 vermissten Seelen zu suchen. Unsere schlimmsten Befürchtungen wurden von Mmaw bestätigt, Crystal Rocks ist von Massen Untoter überrannt worden und die meisten der Vermissten wurden selbst zu Frozen, nun auf der Suche nach lebendiger Nahrung. Einzig der Questor des Garlenschreins konnte ein kleines Sanktuarium einrichten, in dem eine Hand voll älterer Bewohner zeitweise Schutz vor den Untoten fand. Da die meisten von ihnen nicht mobil waren, gab es bei dem tiefen Schnee und den eisigen Temperaturen jedoch keine Chance zur Flucht für sie. Leroxx erlitt starke Erfrierungen, der linke Arm des mächtigen Obsidianers war kaum noch als solcher zu erkennen, auch sein Bein und die Finger boten ein grausames Bild. Nach meiner Einschätzung würde er ohne die Möglichkeit sich aufzuwärmen den nächsten Tag nicht überleben.
Wir entschlossen uns sofort aufzubrechen und gemeinsam in Richtung Blutwald zu reisen, um dort Schutz vor der Kälte zu suchen. Leroxx war nicht der Einzige, der Gefahr lief ein Opfer der klirrenden Kälte zu werden. Trotz unserer Reisevorkehrungen und dicker Kleidung bekamen Agnes und ich selbst zunehmend Probleme, das Marschtempo der anderen mitzuhalten. Trombol führte unseren Weg durch den mittlerweile Hüfthohen Schnee. Unbeeindruckt zog der riesige Kundschafter seine Schneise, gefolgt von Harvold mit Fling auf seiner Schulter. Vor Anstrengung verschwamm mein Blick einen kurzen Moment und als ich wieder zu mir kam waren meine Vordermänner plötzlich verschwunden. Erschrocken blieb ich stehen und schaute mich um, durch den Boden vor mir zog sich eine ungefähr zwei Meter breite und fünf Meter tiefe Spalte. Trombol und Harvold, auf Grund ihrer Größe anscheinend unbeeindruckt von der Tiefe waren bereits hinuntergesprungen und nutzen den Wind- und Sichtgeschützten Bereich um endlich ein Lager aufzubauen und ein dringend benötigtes Feuer zu machen. Fling und Agnes kümmerten sich so gut wie möglich um die Verwundeten. Ich legte mich nah an das Feuer und schloss meine Augen, Smolia erfüllte mich mit Wärme und endlich kam der Schlaf über mich.

Unter zur Hilfenahme von Tarlons Karte klärte Trombol uns darüber auf, dass die Spalte in der wir uns befanden wohl schon seit Ewigkeiten existierte und ihr weiterer Verlauf ziemlich genau in unsere Richtung führt. Also folgten wir dem Weg, der bald breiter wurde und mittlerweile gut zehn Meter unterhalb des Schneechaos lag. Nach einigen Stunden Weg schloss sich eine Felsdecke über uns und wir betraten eine geräumige Höhle natürlichen Ursprungs. Doch abgesehen von Spuren kleinerer Lebewesen gab es dort nichts weiter. Wir machten eine kurze Rast um etwas zu Essen und brachen wieder auf. Das andere Ende der Höhle endete in einen kleinen Talkessel und wir beschlossen den spärlichen Bewuchs zu nutzen, um unseren kleinen Vorrat an Feuerholz aufzustocken. Beiläufig in einer fast nebensächlich erscheinenden Bewegung, zogen Trombol und Harvold plötzlich ihre Waffen und schlugen auf einen etwa trollgroßen Schneehaufen ein. Nun fing das Gebilde an sich zu bewegen und ein Widersacher besonders klebriger Natur kam zum Vorschein. Die Kreatur sonderte eine klebende gallertartige Flüssigkeit ab, die dafür Sorge, dass Dinge die sie berührt sofort an ihr haften bleiben. Dann kamen große handähnliche Fänge aus dem Körper der Kreatur und versuchten das Opfer der Wahl zu zerquetschen. In diesem Fall war dies Trombol, der bei dem Versuch Cosmateks Purifier aus dem Körper des Bapsacks herauszuziehen, selbst auf der Kreatur landete. globberog.gifEs ist hier anzumerken, dass die Vielzahl an Dingen, welche die Kreatur auf ihrem Körper anhäuft eine teilweise exzellente und sehr wertvolle Rüstung bilden. So fanden sich diverse Münzen, Waffen, Rüstungsteile und Skelette von Namensgebern auf dem Körper der Kreatur. „King“ Flings Pfeile fanden gnadenlos jede kleinste Lücke und schlugen mit voller Wucht in das Innere der Kreatur ein. Trotzdem dauerte es eine gefühlte Ewigkeit, bis die Rüstung endgültig nachgab und Harvold dem Bapsack mit einem wuchtigen Hieb Blutkreisels endgültig den Gar ausmachte. Etwas angewidert aber zu neugierig um es nicht zu tun, zogen wir den Leichnam der Kreatur zurück in die Höhle und fingen an es genauer zu untersuchen. Kurze Zeit nach dem Tod der Kreatur, verlor auch die klebrige Substanz ihre Haftwirkung und es war ein Leichtes, den Panzer der Kreatur zu zerlegen.

Trombol folgte den Spuren des Wesens und führte uns zu einem unterirdischen Höhleneingang. Wir kletterten den Schacht hinunter und folgten einem langen Gang, der vor einem massiven doppelflügeligen Tor endete, das einen Spalt geöffnet war. Jeder von uns wusste um was es sich handelte und die Anspannung wuchs bei allen merklich. Fling und Agnes konzentrierten sich auch die Untersuchung des Astralraums, Trombol suchte nach mechanischen Fallen und ich suchte den Torbogen nach Hinweisen und Runen ab, leider ohne Erfolg. Alle Runen waren fein säuberlich entfernt worden um das Kaer zu anonymisieren, der Astralraum war befleckt und die Fallen, die das mächtige Tor und den Eingang zum Kaer schützen waren ausgelöst und nicht mehr funktionstüchtig. Allein die Aussicht auf einen warmen Lagerplatz und die Möglichkeit Leroxx eine Überlebenschance zu geben, trieb uns dazu an das Kaer zu betreten. Mit äußerster Vorsicht durchschritten wir das Tor und folgten dem gerade verlaufenden Gang, der in eine riesige Eingangshalle mündete. Trombol und Fling, die lautlos die Vorhut bildeten, gaben ein Warnsignal und jegliche Bewegung erstarb. In der riesigen Halle, etwa 30 Meter entfernt befand sich ein weiteres der klebenden Kreaturen, nur hatte dieses etwa die Größe eines Hauses und sein Körper war überseht von den Leichen und Überresten vergangener Opfer. Es war eindeutig zu groß um die Halle verlassen zu können und während wir überlegten, wie wir am besten gegen diesen einzigartigen Gegner kämpfen könnten, wurde Trombol von seiner angeborenen Neugier, oder sollte ich sagen Goldgier überwältigt. Er schlich sich alleine in die Höhle hinein, um einen besseren Blick auf den Panzer der Kreatur zu bekommen. Und zu unserem Glück, erkannte er tatsächlich etwas Nützliches. Die große Kreatur war bereits tot, vermutlich verhungert durch die Unfähigkeit das Kaer zu verlassen. Im Inneren des Panzers, bedienten sich jedoch mehrere kleine Versionen der Bapsäcke an dem Panzer des Monsters um ihre eigene Panzerung zu verstärken. Auf seinem Weg zurück zu uns, um uns davon in Kenntnis zu setzen, löste Trombol leider eine Signalfalle aus. Ein gleißender Lichtblitz schoss durch die enorme Halle, alarmierte jegliches Lebewesen in der Nähe und blendete Trombol, so dass dieser blind im vorderen Drittel des Raums stehenblieb um sich neu zu orientieren. Ohne nachzudenken stürmte ich mit erhobener Fackel in den Raum und zog meine Waffe. Smolia verließ die Astralebene und manifestierte sich neben mir um dem ersten der drei Monster entgegen zu treten. Harvold stürmte auf die zweite Kreatur zu und seine Schläge zerfetzen den Panzer der Kreatur in kurzer Zeit. Doch es war „King“ Fling mit seinem Bogen Miriell, der die Aufmerksamkeit der Feinde auf sich zog. Nach zwei verheerenden Treffern der grün leuchtenden Pfeile, warf eine der Kreaturen die klebende Flüssigkeit auf Fling und pinnte diesen bewegungsunfähig an die Wand. Ähnlich ging es Mmaw, der kurzerhand von der Kreatur am Boden festgeklebt wurde, gerade nachdem er Harvold geholfen hatte, Blutkreisel wieder aus dem toten Körper der ersten Kreatur zu ziehen. Zusammen mit meinem Vertrauten, Feuer war in uns und um uns herum, die Feuerspeere Smolias gepaart mit den Hieben meiner brennenden Waffe vernichteten den Bapsack in beeindruckender Manier. Noch immer erfüllt vom inneren Feuer und dem Durst nach Rache Smolias, durchquerte ich den Raum und tötete mit einem einzigen Schlag den letzten der drei Widersacher, der vom Zweikampf mit Harvold Steinherz zu sehr abgelenkt war, um sein Ende kommen zu sehen.

Erschöpft und verwundet vom Kampf, schlugen wir in der großen Halle unser Lager auf. In der Mitte des Raumes befand sich der uralte Brunnen des Kaers, gefüllt mit klarem, elementaren Wassers. Das erste Mal seit Tagen, spürten wir am Feuer wieder etwas Wärme zurück in unseren Gliedmaßen. Die zwei direkt anliegenden Räume an die große Halle, erwiesen sich als Paradies für unseren Troubadour Mmaw. Bücher, Bücher und noch mehr Bücher, anscheinend der Arbeitsraum des Chronisten des Kaers. Behangen mit wahrhaft beeindruckenden Wandteppichen, die eine Zusammenfassung der Geschichte der Elfen gaben und zwar von dem Zeitalter weit vor der ersten Plage, bis zur Krönung von Königin Alachia des Wyrmwalds… Erst bei der Betrachtung dieser Bilder wurde mir bewusst, wie alt dieses Kaer in Wirklichkeit sein musste.
Der zweite Raum wurde komplett zerstört und verwüstet, als ob jemand versucht hatte, jegliche Hinweise zu zerstören, die auf die Ursprünge des Kaers schließen lassen könnten. In mühsamer Arbeit gelang es uns aber, mit den umliegenden Metallplatten einige der großen Wandreliefs und Ölgemälde wieder kenntlich zu machen und was wir darauf sahen, ließ uns alle in Schock erstarren. Die Festung „The Fallen“ und zwar die komplette Festung in all Ihrer ursprünglichen Pracht. Auf der einen Seite der Festung auf einem hohen Thron eine göttliche Gestalt, so wie wir Namensgeber uns nur die Passionen vorstellen können. Auf der anderen Seite der Festung, ein Herold in der Person eines Elfen in einem magischen Ritual, in der Hand ein Schwert und ein Stab mit einem Orb an der Spitze, auf seinen Schultern ein wallender Mantel. Von der Magie erfüllt, verlässt die Festung den Untergrund und schwebt über dem Bergfried. Leider fehlten dann einige nicht wieder herstellbare Reliefs. Auf dem nächsten erkennbaren Bild ist die Hälfte der Festung verschwunden und die göttliche Erscheinung mit ihr, die zweite Hälfte stürzt zu Boden und schlägt tief im Bergfried ein, so wie wir „The Fallen“ heute kennen. Ein weiteres Mosaik… der Herold zieht zusammen mit seinem Gefolge in ein Kaer, in seinen Händen trägt er Stab, Schwert und Umhang. Dann eine zweite Reihe von Fresken von anderer Machart: Eindringlinge stürmen das Kaer des Herolds, sperren ihn darin ein und entfliehen mit den drei Gegenständen. Es musste sich um das Mondschwert, den Blutorb und den Umhang handeln, von dem Starrimm berichtet hatte. Aber es blieben so viele Fragen offen, wer war der Herrscher von „The Fallen“ und was ist mit ihm und seinem Teil der Festung passiert? Wurde er von seinem eigenen Herold verraten und verbannt? Wollte er sich mit der Festung, ähnlich wie Parlainth in eine andere Ebene retten, um der Plage zu entgehen und es ging etwas schief? Was ist der Nutzen von Schwert, Stab und Umhang, sind sie ein Fluch oder ein Segen? Wer waren die Eindringlinge, die anscheinend gezielt mit dem Auftrag herkamen, die Gegenstände an sich zu nehmen und den Herold einzusperren? Hunderte Fragen in meinem Kopf, aber keine Antworten.
Eins war nun klar, wir befanden und im Kaer der Überlebenden von „The Fallen“, dass zeitgleich auch das Gefängnis des Herolds zu sein schien. Noch wachsamer durch die neuesten Erkenntnisse setzten wir unseren Weg tiefer ins Kaer fort und stießen auf eine Gabelung von drei Wegen. Das einstige Rätsel, dass es hier einmal zu lösen galt, um den Weg zu der tiefergelegenen Ebene des Kaers zu öffnen war bereits erfolgreich absolviert. So mussten wir nur noch eine der beiden mechanischen Fallen im Mittelgang entschärfen, um den Abstieg in die untere Ebene zu erreichen. Der lange Gang dem wir folgten, führte in eine Halle die in ihrem Ausmaß fast der Eingangshalle gleichkam. Angezogen von dem massiven vier Meter breiten und sechs Meter langen Steinsarkophag in der Mitte des Raums, liefen wir wie hypnotisiert darauf zu. Zu spät stellten wir fest, dass wir uns nicht alleine in dem Raum befanden. Zwei Untote, halb in der realen Wirklichkeit ihrer toten Körper und halb als Geister zu erkennen, befanden sich an der Wand hinter uns und griffen uns an. Es war ein kurzes und heftiges Gefecht, doch letztendlich schenkten wir den beiden Iopischen Grabräubern ihren ewigen Frieden. Einer von Ihnen trug ein in Menschenschrift verfasstes Abenteurerlog mit sich. Ihre Gruppe stammte aus Iopos und nannte sich „Iopos Starke Arm“. Halfspirit.jpgAgnes klärte uns später darüber auf, dass diese Art von Halbgeistern sehr ungewöhnlich und äußerst selten sei. Die Betroffenen erreichen diesen Zustand anscheinend nur, wenn der Tod so schnell eintritt, dass der Körper zwar stirbt aber der Geist es nicht realisiert. Auf dem Deckel des Sarkophags war über die gesamte Fläche ein beeindruckendes Relief zu sehen. Es zeigte einen Drachen mit seinem Elfischen Reiter, den wir schon von dem Wandfresko im oberen Stockwerk kannten. Wir hatten das Grabmal des Herolds gefunden.

Wir machten ein kurzes Lager und frischten unsere Reserven und magischen Energien auf. Dann machten wir uns zuerst daran, alle drei Gänge zu erkunden die von dem großen Raum abgingen, um möglichen Feinden keine Chance auf einen Hinterhalt zu bieten. Der erste Bereich entpuppte sich als Wohnbereich des Kaers. Die Fallgitter zu diesem Teil waren zerstört. Angeschlossen waren einige größere Kammern zum Pflanzen von Nahrung. Der zweite Bereich ähnelte dem Ersten, nur waren hier Zeichen eines wahren Massakers zu erkennen obwohl die Fallgitter noch intakt waren. Blutreste, die bis auf die Höhe der Wände und Decken gespritzt waren bezeichneten die grausame Geschichte. Der dritte und letzte Bereich wurde ebenfalls von drei massiven Eisenfallgittern versperrt. Wir starteten unsere Bemühungen die Gatter zu öffnen aber ließen von unserem Vorhaben ab, als eine Welle von über 30 Bloodless auf der anderen Seite auftauchte und durch unsere Lebenszeichen in einen Blutrausch verfielen. Wir entfernten uns schleunigst von dem Durchgang und nach einigen Sekunden beruhigten sich auch die Anstrengungen der Untoten die Gatter zu durchbrechen.

Grabmahl_des_Herolds.jpg

Nun war nur noch der Sarkophag übrig. Wir riefen Mmaw herunter zu uns, da wir nicht wussten was auf uns zukam, und wir um die magische Wirkung seines Herzhaften Lachens wussten. Dann schoben wir den massiven Deckel zur Seite, es tat sich ein ungefähr vier Meter tiefer Abgrund auf, der in eine große Kammer führte. Ich befestigte ein Seil am Sargdeckel und kletterte mit einer Fackel in der Hand daran hinunter, Harvold folgte zeitgleich in dem er hinabsprang. Vom Boden wirbelte weißer Staub auf und um uns herum lagen hunderte von Skelett und Schädelteilen, die meisten davon zu Staub zermalen, als hätte sie etwas Massives zermalmt. Dann eine Bewegung, ein riesiger rot geschuppter Schwanz, ein wippender Flügel… und als sich der Staub um uns legte sahen wir ihn, der aus Rauch bestehende Drache stand direkt vor uns und seine roten Augen funkelten uns vor Zorn an. Auf elfisch fing er an zu sprechen und sagte: „Ich bin der Rote Tod, der Herold des Blutes! Eure Körper und eure Seelen gehören mir… Was?!? STURMKLINGENBLUT?! er ließ einen mächtigen Schrei los und Trommeln begannen um uns herum zu dröhnen, als wäre eine Horde Orkbrenner mitten im Ansturm auf uns Ihr werdet bezahlen für das was ihr mir angetan habt! Schädelschwämmer, töte Sie!“ Dann schoss die Gestalt des Drachen an uns vorbei, nein er schoss durch uns hindurch, die Öffnung hinauf und löste sich auf. Plötzlich öffneten sich Schleusen in der Grabkammer und Blut schoss aus allen vier Wänden hervor. Es dauerte nur einige Sekunden, bis bereits der halbe Raum komplett mit Blut ausgefüllt war. Durchsetzt mit grimmigen Schädeln, die eine grausame Intelligenz wiederspiegelten. Harvold und ich zögerten keine Sekunde und kletterten mit der Hilfe von Trombol und Mmaw wieder nach oben. Kaum angekommen, schossen schon die ersten Blutlanzen durch die Öffnung des Grabmals in Richtung Fling, verfehlten aber knapp ihr Ziel. Da das Blut zu schnell stieg, um eine wirkliche Chance zu haben dieser Falle gemeinsam zu entkommen, machten wir uns Kampfbereit. Wir würden niemanden zurücklassen. Smolia wirkte einen Feuerzauber auf unsere Waffen und machte diese effektiver gegen das Blutelementar, dass so mächtig war einen eigenen Namen zu tragen. Fling schoss einen Pfeil nach dem anderen auf die rote Masse aus Blut, Knochen und Schädeln und schien mit einige gute Treffer zu landen. Trombol und ich hatten weniger Glück, es schien als habe immer der Schädel den wir trafen nur zur Dekoration gedient. Das Elementar seinerseits war nun bis in unseren Raum vorgedrungen und attackierte uns mit Blutlanzen und Schlägen aus seiner Essenz. Blutverschmiert und schon vom Kampf mit den Halbgeistern verwundet, musste ich einen heftigen Treffer einstecken und verlor auf dem glitschigen Untergrund den Halt. Ich stürzte und sah gerade noch, wie sich eine Blutlanze durch die Mitte meines Körpers bohrte. Das Leben strömte aus mir heraus und mein Körper blieb regungslos liegen. Kurz vor meinem Tod sah ich jedoch Harvold Steinherz! Der imposante Troll, Sohn von Tarlon Eisengeier, aufgerichtet zu voller Größe. Mit wutentbranntem Gesicht und einem martialischen Kampfschrei, hob er seine gewaltige Axt und vollführte einen atemberaubenden Angriff. Es wirkte wie Blutwirbel dessen Ende darin bestand, dass er Blutkreisel bis zum Heft in die Essenz von Schädelschwämmer trieb. Dann wurde es schwarz um mich herum. Ich erwachte am nächsten Morgen, mein Körper übersät von den Wunden der letzten Tage. Aber ich war am Leben… die anderen berichteten mir davon, dass es „King“ Fling war, der mich aus dem Reich des Todes wiedergeholt hatte, genau wie es ihm schon einmal mit Mmaw gelungen war. Es sollte mich bei einem Kind von Garlenquestoren ja eigentlich nicht verwundern, aber der kleine Windling steckt wirklich voller Überraschungen! Die Erscheinung des Roten Todes, war wohl eine Art Astraler Imprint gewesen, der auf dem Ort gelegen hatte, da dieses Wesen dort so lange Zeit verbracht hatte, doch immerhin hatte diese Projektion für kurze Zeit ein eigenes Bewusstsein erlangt, uns als diejenigen erkannt die wir sind und dann noch genug Macht besessen, Schädelschwämmer zu beschwören um uns endgültig den Gar aus zu machen… Ein Gefühl tief in mir drin sagte mir nach diesem Erlebnis, das der wahre Rote Tod nun auch von unserer Existenz wusste und es würde nicht lange dauern, bis sich die Wege der Erben der Sturmklingen und des Herolds des Blutes wieder kreuzen würden.

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Von Dogan „Feuerblut“ aus dem Hause Yil, Sohn von Vaddar „Einauge“

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Von Frost und Frozens

Zurück bei den Vors und vorerst in scheinbarer Sicherheit ging unsere illustre Gruppe dem normalen Alltag nach. All meine Versuche eine Audienz bei Talin oder dem Shogun zu bekommen waren von Misserfolg gekrönt… Irgendetwas seltsames ging vor und es wurde von der Obrigkeit sehr darauf geachtet, nichts davon an die Öffentlichkeit kommen zu lassen. Ich nutze die gewonnene Erfahrung aus unseren letzten Erlebnissen und verbesserte meine Fähigkeiten so gut ich konnte. Im Hinterkopf immer mit dem Gedanken daran, was als nächstes zu tun sei.

Die erste Entscheidung war es, einen Brief an Starrimm aufzusetzen. Mein Gefühl sagte mir, dass wir jeden Verbündeten gebrauchen können und der Blutritterorden der Eisengeier hatte sich in unseren vergangenen Abenteuern als zuverlässiger Rückhalt gezeigt. Die Nachricht wurde von Har’vold und Trombol zu Rals Gedenken gebracht und dort wie besprochen hinterlegt. Jedoch verlief ihre Reise nicht ohne Hindernisse. Mit den fallenden Temperaturen schienen auch immer mehr Untote das Land zu durchforsten, immer auf der Suche nach lebendiger Nahrung und frischem Blut.

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Trotz meiner inneren Unruhe, vollbrachte ich bei meiner Arbeit in der Schmiede wahre Wunder und schaffte es zwei Gegenstände zu fertigen, die Ihres gleichen suchen.
Das erste Einzelstück das unter meiner Hand in einer Schmiede entstanden ist – Seelenblick – mein eigener Kriegshelm im klassischen Samurai Stil der Vors, gefertigt aus dem Kopf einer Stachelkobra.
Das zweite Meisterwerk war ein verzierter Windlingbogen für Fling – Mirielle – bei dessen Fertigung ich auf Materialien unserer Abenteuer in Luna Plata zurückgriff. Fling_Mutterrache.jpg

Abends verließ ich die Stadt durch die Tore und entfachte ein Lagerfeuer an dem ich einige Stunden verbrachte, immer in der Hoffnung das Feuerlementar in den Flammen zu sehen, von dem ich wusste das es mich beobachtete. Zwar wurde meine Hoffnung enttäuscht, jedoch gesellte sich oft Bachata „Sandtieger“ Arena zu mir und lehrte mich einiges über Elementarkunde, sowie die Elementarsprachen von Feuer- und Luftelementaren. Ich genoss die Zeit mit ihm und konnte noch immer keine Boshaftigkeit in ihm erkennen, zwar einen gewissen Pragmatismus, aber das konnte ich ihm wohl kaum verübeln, wenn man bedenkt woher er stammt.

Die Zeit verging rasch und der Winter brach unnatürlich schnell über das Land herein. Es dauerte zwei Wochen, dann geschah etwas, dass es in Barsaive seit dem Ende der letzten Plage nicht gegeben hatte. Es schneite bis in die tiefsten Täler des Schlangenflusses. Die Umgebung um den Lake Vors versank von Tag zu Tag tiefer im Schnee. Einige Überlebende aus Crystal Rocks trafen ein, sie waren vor der stetig ansteigenden Zahl Untoter geflohen und suchten Sicherheit in der Stadt der Vors. Es breitete sich Entsetzen aus, als die Geflohenen realisierten, dass vor ihnen noch niemand aus Crystal Rocks bei den Vors angekommen war, obwohl mindestens vier weitere Gruppen vor Ihnen aufgebrochen waren.

Am Tag nach dem ersten Schneefall kam mein Lehrmeister Cron aus dem Hause Augar zu mir. Ich konnte sehen, dass er aufgewühlt war und kannte ihn gut genug um zu wissen, dass er die Entscheidung des Shoguns missbilligte, den vor der Stadt campierenden Flüchtlingen aus Crystal Rocks keine weitere Hilfe zukommen zu lassen. Geschweige denn, nach den knapp 80 vermissten Seelen zu suchen, die eigentlich schon vor Tagen bei unserer Stadt hätten eintreffen sollen. Sein Auftrag an mich war einfach, gehe zu Rals Gedenken und entfache dort ein Feuer. Sollte mich meine Suche nach Feuerholz weiter Richtung Norden führen, könne ich natürlich ein Auge nach den fehlenden Namensgebern aus Crystal Rocks offenhalten. Da ich selbst zu Rals Gedenken reisen wollte um zu sehen, ob Starrimm eine Antwort hinterlassen hatte, suchte ich die anderen auf und unterbreitete Ihnen meinen Vorschlag. Während Har‘vold und Agnes fast einen frohen Eindruck machten aus der Stadt heraus zu kommen, musste Trombol mit Silber oder in meinem Fall einer Arbeitsschuld überzeugt werden uns zu begleiten.

“King” Fling hielt sich erstaunlicherweise sehr zurück, auch wenn ihn der Bogen als Geschenk sehr gefreut hatte, hatte er sich durch die Erlebnisse in Luna Plate doch merklich verändert. Ich stellte es ihm frei ob er uns begleitet oder nicht, wir würden am nächsten Morgen aufbrechen. Er schaute mich an und sagte mit fassungslosem Gesichtsausdruck: „Interessiert es denn hier wirklich niemand, dass ein Kind aus dem Waisenhaus verschwunden ist, warum tut keiner was?“
Die Gespräche am Tisch verstummten und wir sahen ihn verständnislos an.
„King“ Fling redete weiter: „Gestern Abend ist ein Kind aus dem Waisenhaus verschwunden und wurde nicht mehr gesehen, heute sehe ich dann ganz zufällig einen Trupp der Vors die Überreste von etwas in ein Tuch wickeln und es mitnehmen. Das war draußen am Rand vom See.“

Es dauerte keine Minute und wir waren auf dem Weg zu den Stadttoren. Fling flog zurück in die Nähe der Stelle am Seeufer, an der er die Gruppe der Vors gesehen hatte. Die Szenerie war komplett mit Schnee bedeckt und es dauerte einige Momente, bis Trombol mit seiner Spurensuche den genauen Ort des Geschehens ausfindig machte. Was wir fanden war alles andere als beruhigend, die Blutspuren ließen Agnes zu dem Ergebnis kommen, dass es sich hierbei zweifelsfrei um ein Blutritual an einem Kind gehandelt hatte, bei dem penibel genau darauf geachtet wurde, dass kein einziger Tropfen Blut in den Lake Vors selber gelangte. Vermutlich hätte dies zu ungewollte Aufmerksamkeit durch die Elementaristen der Vors geführt.
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Trombol suchte weiter nach Spuren des Täters und wurde fündig… mittelgroß, der Tiefe und Form der Abdrücke nach von einem Menschen, Elf oder Ork stammend. Wir nahmen unverzüglich die Verfolgung auf und unser Entsetzen wuchs stetig als uns klar wurde, dass die Spuren direkt zurück zur Stadt der Vors führten. Die magischen Spuren endeten ein gutes Stück vor den Mauer der Stadt und verschwanden. Auch auf der Gegenseite im Inneren der Stadt ließen sich keine Anzeichen mehr finden.

Nach einem kurzen Moment der Besinnung beschlossen wir unsere Erkenntnisse direkt bei Talin aus dem Hause Augar und dem Shogun vorzutragen, wurden aber an beiden Anlaufstellen von der persönlichen Garde abgewiesen und uns die Audienz verweigert. Wenigstens konnte ich meinen Einfluss als Vors und Mündel des Shoguns dazu nutzen, um die Weiterleitung unserer Informationen an beide zu sichern.

Etwas erschöpft durch die kurze Nacht und mit einem weiteren Punkt in meinem Kopf der mich beschäftigt, brachen wir allen Umständen zum Trotz bei Sonnenaufgang auf in Richtung Rals Gedenken. Auftrag ist schließlich Auftrag und es machte nicht den Anschein, als könnten wir derzeit in der Stadt von großem Nutzen sein.

Ich muss gestehen ich war etwas erleichtert, als sich auch “King” Fling morgens zu uns gesellte und im Schneegestöber in königlicher Pose auf Har’volds Steinherz mächtiger Schulter Platz nahm, um die Reise anzutreten. Trombol führte uns unbeirrten Schrittes durch die Schneemassen, dabei schuf der Obsidianer hinter sich eine nützliche Schneise für alle die ihm folgten. Der Wind und die Kälte waren unerbittlich und durch den Mangel an Brennholz, mussten wir uns am Nachtlager mit dem wenigen Feuer begnügen, das uns zur Verfügung stand. So brachte die zweitägige Reise besonders Agnes an ihre körperlichen Grenzen, aber es gelang uns Rals Gedenken ohne größere Zwischenfälle zu erreichen. Dort angekommen begaben wir uns in die Sicherheit der Baustätte und sammelten Feuerholz aus den umliegenden Wäldern und Sträuchern. Wir schichteten das Brennmaterial in der großen steinernen Schale im Innenraum des Gedenkens auf, durch dessen Deckenöffnung man den Mond und den verschneiten Sternenhimmel sehen konnte. Ich entzündete das Feuer und in rasender Geschwindigkeit entflammten die Äste und Zweige der Bluteichen, die den Hauptteil des Holzes darboten.
Dann geschah etwas, mit dem wohl niemand von uns gerechnet hatte… der Winterhimmel klärte sich, der Mond kam zum Vorschein und es hörte auf zu schneien.
Wir schlugen unser Lager auf und alle genossen die wohltuende Wärme des Feuers.

Da sah ich es, es war nur ein flüchtiger Moment aber ich konnte seine Präsenz ganz deutlich spüren! Augenblicklich signalisierte ich meinen Gefährten zu verstummen und sank vor dem Feuer auf ein Knie. In einer tiefen Verbeugung und dem Blick auf den Salamander in den Flammen gerichtet begann ich in Feuerelementarsprache zu sprechen:
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Ich, Dogan Feuerblut
aus dem Hause Yil,
Schützling des Shogun Hi-Long und
Sohn der Sturmklinge Vaddar Einauge,
taufe dich auf den Namen „Smolia“.
Unter den Vors bedeutet das „Die Ewige Glut“.

So erwähle ich dich zu meinem Vertrauten,
begleite mich auf meinem Weg und meistere mit mir die Aufgaben,
die das Schicksal für uns bereithält.

Auf dass dein Feuer heißer brenne als die größte Esse,
auf dass deine Flammen heller erstrahlen als die Lichter der Sterne,
auf dass deine ewige Glut niemals erlischt!
Ich werde mein Blut für dich vergießen
und dir Schutz und Unterstützung bieten,
ich werde ein Ohr für deine Belange und Wünsche haben
und sie nicht vergessen.

Zusammen werden wir Wissen erlangen, Dinge erschaffen
und an Stärke gewinnen.
Wir werden versuchen den richtigen Weg zu gehen
und die Hindernisse überwinden,
die uns daran hindern sollen unsere Ziele zu erreichen.

Von jetzt an bindet uns dieser Schwur
Und für alle Zeiten die noch kommen werden.

Ich verstummte und konnte augenblicklich spüren, wie das Feuer meinen ganzen Körper durchströmte. Während mein Körper in Flammen stand, verwoben sich unsere Muster miteinander und ich konnte spüren wie Smolias Macht wuchs. Dann verebbten die Flammen in meinem Körper und die Szene beruhigte sich… es war vollbracht, ich hatte meinen Vertrauten gefunden.

Früh am nächsten Morgen suchten wir unsere Ausrüstung zusammen und setzten unseren Weg fort. Wir hatten beschlossen vor unserer Rückreise zu den Vors, zwei Tagesreisen in Richtung Crystal Rocks zu gehen, um Ausschau nach den verschwundenen Namensgebern zu halten. Soweit nördlich schien der Schneefall der letzten Wochen noch stärker gewesen zu sein und wir hatten trotz Trombols und Har’volds Bemühungen uns den Weg frei zu machen, große Probleme vorwärts zu kommen. Am Ende des zweiten Tages schlugen wir unser Nachtlager auf und entfachten mit unserem letzten gesammelten Holz ein halbwegs wärmendes Feuer um das wir uns sammelten.
Es war Fling, der die schlurfenden Gestalten entdeckte, die sich in schwankenden Bewegungen auf unser Camp zubewegten. Die Waffen gezogen, scharrten wir uns um das Feuer und spähten in die Finsternis. Dann brach das Chaos aus und eine Gruppe von etwa zehn Untoten griff uns an. Gefrohrene Untote mit aufgerissenen Mäulern, teilweise mit Rüstung und Waffen ausgerüstet, angetrieben von ihrem unstillbaren Verlangen nach Blut und lebendigem Fleisch. Ich sah wie Fling in die Höhe schnellte und einen Pfeil nach dem anderen auf unsere Widersacher schoss. Har’vold schwang seine Axt „Blutkreisel“ mit mächtigen Hieben in die Reihe der Gegner und teilte heftige Treffer aus. Keine Zeit mehr für weitere Ablenkung, plötzlich sah ich mich drei Gegnern gegenüber, die mich von verschiedenen Seiten angriffen. Ich parierte den Schwertschlag des ersten Angreifers, wich den Klauen eines Frozen aus und landete selbst einen Treffer an der Schulter meines Gegenübers. Mich erwischte ein Schlag des dritten Untoten in meinem Rücken und ich verlor das Gleichgewicht. Benebelt vom Sturz versuchte ich mich wiederaufzurichten als mich etwas Hartes am Kopf traf… um mich herum wurde alles still und dunkel.

Von Dogan „Feuerblut“ aus dem Hause Yil, Sohn von Vaddar „Einauge“

Tagebuch

  • Legendenpunkt Wert: 200 LP (eingelöst)
  • Silber Wert: 200 Silber (eingelöst)

Erzählung von Trombol Golgol Ketamsoc

Nach der Rückkehr von Rals gedenken stellten Harvold und ich fest das sich viele Flüchtlinge vor der Stadt niedergelassen hatten. Diese durften die Stadt am Lake Vor nicht betreten, da dies bei den Vors so üblich zu sein scheint. Man muss sich offensichtlich erst als Freund der Vors beweisen und einen Bürgen haben, um die Stadt betreten zu dürfen. Unser neuer Begleiter Sandtiger durfte ebenfalls nicht eintreten obwohl Dogan für ihn Bürgen wollte.

Bei unserem Abenteuer an Rals Gedenken kam Harvold in den Besitz einer Cave Crab Rüstung die für Trolle gemacht zu sein scheint. Er übernahm sie von einem der Wächter an Rals Gedenken, der bei der Abwehr eines Angriffes vernichtet wurde. Wir bargen ebenfalls die Knochen des Trolls der die Rüstung vorher Trug. Offensichtlich hatte er an seinem Schädel nur ein Horn.Agnes interessierte sich für diese Knochen und verhandelte darüber mit Harvold.

Abends in der Taverne berichtete Dogan das er ein Feuer an Rals Gedenken entzünden solle, um überlebenden aus Crystal Rocks eine Richtung zu weisen. Als wir in dem Gasthaus der Vors unser Nachtmahl zu uns nehmen wollten, kam “King” Fling mit einer Schreckensmeldung. Eines der Waisenkinder war verschwunden und wurde am Morgen verstümmelt und ausgeweidet gefunden.

Wir begaben uns zum Schauplatz der Untat. Trotz des aufspringenden Schneegestöbers wurde ich einiger Spuren die Tief im Schnee verborgen waren gewahr. Anscheinend Spuren des Täters. Leider konnte ich anhand der Spuren nicht feststellen von welcher Rasse der Mörder war. Anhand derer konnte ich nur feststellen dass, es entweder ein Mensch, Ork oder Tskrang gewesen war, wobei der Schwanz eines Tskrang ebenfalls Spuren hinterlassen haben müsste. Dies konnte ich wegen des Schneefalls nicht genau feststellen.
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Leider überdeckte der Schnee die Spuren schließlich vollständig, ich konnte nur die ungefähre Richtung feststellen in die diese sich Bewegten. Diese ging in etwa Richtung Vor, ShuShi Shans Hütte oder dem Waisenhaus.

Es muss noch angemerkt werden das bei der Verstümmelung des Opfers peinlich darauf geachtet wurde das kein Blut in den Lake Vor gelangte. Nachdem wir am Ort des Geschehens nichts mehr in Erfahrung bringen konnten kehrten wir wieder in das Gasthaus zurück.

Dogan heuerte mich als Begleitung zu Rals Gedenken an. Harvold, mein Steinbruder, forderte mich zu einem Wetttrinken heraus. Ich brachte ihn dann zu Bett und wir einigten uns auf ein unentschieden.

Am nächsten Tag brachen wir Richtung Rals Gedenken auf, es war noch kälter geworden als es ohnehin schon war. Wir nächtigten im Schnee undAgnes erschuf einen Knochenkreis. Das machen Geister-Beschwörer anscheinend des Öfteren. Ich muss Moltha danach fragen wenn sie nächstes mal auftaucht.

Wir erreichen Rals Gedenken ohne große Schwierigkeiten, abgesehen von der Unannehmlichkeit des Schnees. Abends entzündete Dogan ein großes Feuer in der Feuerschale in Rals Gedenken. Anscheinend setzte dies einen alten Zauber frei, der irgendwie mit Dogans Blut und der Tatsache das er Vaddars Sohn ist zusammenhing. Anscheinend ein Gruß seines Vaters.

Es bildete sich ein Feuersalamander „Smolia“ in den Flammen und Dogan erkannte ihn als Vertrauten an und er Dogan. Soweit ich mich erinnere war in Cosmateks Erinnerung Vaddar wohl immer etwas seltsam was Elementare betraf. Offensichtlich hat er dies an seinen Sohn vererbt.
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Wir bleiben über Nacht in dem Schrein und überlegten was wir als nächstes tun. Wir entschieden uns Richtung Crystal Rocks zu Ziehen und nach Überlebenden zu suchen.

Wir zogen 2 Tage Richtung Crystal Rock fanden aber keine Überlebenden. Als wir ein Nachtlager aufschlugen, kamen plötzlich Untote heran, diese ähnelten Kadavermenschen aber sie waren gefroren. Die Hitze unseres Feuers zog sie wohl an. Wir kämpften verbissen und metzelten sie, aber es waren derer viele und sie brachtenDogan zu Fall.

Agnes beschwor einen Knochengeist und machte Abwehrkreise. Fling zog sich in die Lüfte zurück und lies Pfeile Regnen, Harvold spaltete Schädel, Gliedmaßen und Rückräder; er war in seinem Element. Auch ich tat mein Bestes um zermalmte einige Frostleichen.

Aber wir waren am Verlieren. Das plötzliche Auftauchen von Mmaw Alused und Campleton Rettete den Abend.

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  • Legendenpunkt Wert: 200 LP (eingelöst)
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Interlude drei

Winter is coming

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Es vergehen zwei Wochen des ständigen Lernens und Trainierens, während denen es beständig kälter wird. Und nach diesen zwei Wochen passiert etwas, das es in Barsaive seit Ende der Plage nicht gegeben hat: Es schneit bis in die tiefsten Täler des Schlangenflusses.

Der Tiroler schafft es gerade noch vor dem Schnee zur Stadt der Vors. Allerdings hat er neben dem Silber für das Adventurers Log der Adepten kaum Waren dabei. Sein Auftrag ist es, die Besitztümer der Overland Trading Cooperation von Vors nach Eidolon zu verlegen. Der überraschende Schneefall hindert Ihn aber an der Erfüllung seiner Aufgabe.

Ausserdem schaffen es einige Überlebende von Crystal Rocks nach Vors. Diese sind entsetzt, dass keiner vor Ihnen angekommen ist, da mindestens 4 weiter Gruppen vor Ihnen aufgebrochen sind.

Der Norden Barsaives ist im Umbruch begriffen und die Frage ist was Ihr als nächstes zu tun gedenkt? Das Kaer der Vors öffnen, den Blutwald besuchen, den Geburtsstein suchen, Crystal Rocks helfen, Iopos kontaktieren oder gar nach Iopos gehen und das Mondschwert bergen? Evtl. dem Tiroler helfen seine Aufgabe zu erfüllen?

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Familie Denairastas

Dies sind die Aufzeichnungen von Har’vold Steinherz, Sohn von Tarlon Eisengeier, vom Moot der Ironmonger:

Nachdem wir uns durch etwas Schlaf und die Künste von unserem geflügelten Heiler King Fling erholt hatten, erkundeten wir am Morgen die nähere Umgebung des Lagers unter dem Mutterbaum. Dabei entdeckten wir unter den dicken Wurzeln des Baumstumpfes zahlreiche Schriftzeichen, die laut Mmaw wohl windlingischen Ursprungs waren. Zusammen mit Fling begann er sie zu entschlüsseln.

Gegen Mittag sah Trombol, dass drei schwer gerüstete Menschen auf uns zukamen. Als sie etwas näher heran waren, konnten wir sie als eine Einheit der Silverscales aus Iopos identifizieren. Nachdem die Drei unser Lager erreicht hatten, stellten wir uns ihnen entgegen. Nach einem ersten kurzen Wortwechsel mussten wir dann jedoch erkennen, dass es sich eigentlich um 5 Personen handelte. So waren zum einen eine in seltsame Gewänder gehüllte Gestalt mit meinem riesigen Schwert und eine menschliche Frau, die wohl für ihresgleichen eine Schönheit darstellte, für uns unbemerkt mit an unser Lager herangetreten.

Die Frau stellte sich dann als Nicole Abysal Denairastas vor. Oder wurde Sie von Dogan und Agnes so begrüßt… ich vermag mich an diesen Punkt nicht mehr genau erinnern. Ich war zu diesem Zeitpunkt sehr überrascht, dass sich niemand meiner Freunde bedroht zu fühlen schien. Selbst in meinem Moot sind die Geschichten über die Grausamkeiten dieses Weibes bekannt. Aber es entwickelte sich eine intensive Konversation bei der insbesondere unsere beiden menschlichen Gefährten einen sehr freundlichen und vertrauten Ton inne hatten. Es schien also, als würde keine unmittelbare Gefahr drohen, daher kümmerte ich mich nicht weiter um unsere „Gäste“, sondern widmete mich lieber unserem auf dem Feuer brutzelnden Schlangenbraten.

Am Rande hörte ich nur, dass uns das Weibsstück mitteilte, dass sie uns diese Falle als Gefallen für ihren Verwandten, unserem alten bekannten Blutmagier, Martenon Denairastas gestellt hatte. Aber auch diese Erkenntnis führte nicht zu einem Abbruch des gemütlichen Gesprächs. Anscheinend war die Blutwald Gargyle, die wir in The Fallen besiegt hatten, dass Gesellenstück des Blutmagiers und nun sann er auf Rache für unsere Tat. Auch eröffnete sie uns, dass diese Blutmagier immer zu zweit seien: Ein Meister und ein Schüler. Über den Meister wisse sie aber nichts.

Ihr „Eingreifen“ in diese Geschichte war aber dem politischen Gefüge in Iopos geschuldet, denn angeblich strebte die Fraktion der Blutmagier, einer neuen aufstrebenden Disziplin in Barsaive, in Iopos nach der Macht oder zumindest nach dem Erbe des alten Gründers der Denairastas Dynastie. Dies galt es natürlich zu verhindern und zwar aus mehreren Gründen, wie sie uns freudig mitteilte. Zum einen sei eine neue Disziplin, insbesondere eine so beschmutzte, nicht zu dulden. Zum anderen seien die Blutmagier angeblich dabei den Blutwald in irgendeiner Form zu erobern oder zumindest die dortige Energie abzusaugen. Und zu guter Letzt waren die Blutmagier natürlich für den Blutregen verantwortlich. Das zweite große Zeichen nach dem Blutmond vor 40 Jahren und die Konsequenz, welche dieser Regen mit sich führte, wäre noch gar nicht abzuschätzen. Aber uns würden ja zumindest die verheerenden Folgen des Blutmondes bekannt sein.

Um dieses unbekannte, aber mit Sicherheit eintreffende, katastrophale Ereignis abzuwenden, wären zwei Dinge notwendig. Zum einen das Mondschwert, welches T´sraktung Jik´no Ke´vontra „gefunden“ hatte, und zum anderen einen Blutorb. Über Details ließ sich die Schlange aus Iopos nicht aus, aber wir wurden insoweit eingeweiht, dass sie Zugang zum Kaer der Vors benötigte, dem daher wahrscheinlichen Aufenthaltsort des Orbs. Des Weiteren erklärte sie uns beiläufig, dass sich das Mondschwert in Iopos befände, und es doch sicher eine Möglichkeit gäbe sich einig zu werden, da ja die Ziele, die Folgen des Blutregens abzuwenden, im Einklang stehen würden.

Die weiteren Details des Gespräches, wer welchen Schlüssel, für welches Verlies hatte. Und wer mit wem wann Kontakt aufnehmen würde, war für mich dann nun wirklich nicht mehr von Interesse. Zum einen war der köstlich duftende Schlangenbraten fertig und zum anderen würde ich niemals mit den Sklaventreibern aus Iopos einen Pakt eingehen.

Um so mehr war ich dann erstaunt, als sich die Gestalt mit dem übergroßen Schwert aus dem Gefolge der rothaarigen Schlange mit an unser Lager gesellte. Das Gespräch war wohl beendet worden und die Wachen und ihre Meisterin wieder von dannen gezogen, als sich Bachate „Sandtiger“ Arena vorstellte. Er war der Disziplin der Schwerttänzer angehörig und erzählte, dass er aus den Ödlanden gekommen war. Dort hatte er den stetigen Ascheregen, der das Land ausdorrte und die Bevölkerung an den Rand der Auslöschung brachte, untersucht. Er hing der Vermutung nach, dass dieser Ascheregen und der hiesige Blutregen in Verbindung standen. Und so, wie konnte es anders sein, war sein erster Anlaufpunkt natürlich das gastfreundliche und großherzige Iopos gewesen.

Da meine Kameraden anscheinend nichts gegen die Begleitung eines Lakaien der Sklaventreiber hatten, hielt ich meine Abneigung vorerst zurück. Aber ich würde stets ein wachsames Auge den Lakaien der Herrscher Iopos haben.

Die folgenden Tage und somit auch die Rückreise zu den Vors verlief zu Thystonius Verdruss ereignislos, aber die Aussicht auf ein frisches Bier lies auch meine Beine gegen Ende der Reise wieder schneller werden.

Bei unserer Ankunft bei den Vors mussten wir die traurige Nachricht vernehmen, dass König Neden verstorben war. Über den Hergang des Todes wurde uns nichts mitgeteilt, allerdings waren dies nun in der Tat traurige und dunkle Zeiten für Barsaive.

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